Verlegungen und Mehr- und Minderarbeitserfassung

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sportfan_fcb
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Verlegungen und Mehr- und Minderarbeitserfassung

Beitrag von sportfan_fcb » 5. April 2019, 18:11

Mir ist das Phänomen in der Vergangenheit bislang nicht aufgefallen!
Vorweg: In NRW wird bei vollzeitbeschäftigten Beamten die Mehrarbeit ab der 4. erteilten Vertretungsstunde und bei teilzeitbeschäftigten Beamten schon ab der erste Vertretungsstunde vergütet. Bislang war das kein Problem bzw. ist uns dies nicht aufgefallen.
Vollzeitbeschäftigte Kollegin:
Im Monat 4 vergütbare Mehrarbeitsstunden als Vertretungen erteilt, so dass diese auf der Mehrarbeitsrechnung als solche ausgewiesen werden müssen. Jetzt sind zwei Unterrichtsstunden in den nächsten Monat als Tausch etc. verlegt worden, jetzt werden diese beiden Stunden für den laufenden Monat als Minusstunden gerechnet, d.h. der Kollege hat jetzt lt. Mehrarbeitsabrechnung nur noch 2 Stunden vergütbare Mehrarbeitsstunden aufgelistet. Folglich keine Vergütung der 4 erteilten Mehrarbeitsstunden. Falls er im folgenden Monat jetzt nicht zur Vertretung eingeteilt wird, hat er eigentlich vergütbare Mehrarbeit nicht vergütet bekommen, da im folgenden Monat lediglich 2 Mehrarbeitsstunden aus der Verlegung aufgeführt sind und nicht 4 Stunden.
Für teilzeitbeschäftigte Kollegen und den Vertretungsplanern in diesem Fall ist dieses Phänomen eine Katastrophe!
Es wird und geht noch besser!
Eine Kollegin hat für den Wochentag einer anstehenden Familienfeierlichkeit ihre 4 Stunden Unterrichtsverpflichtung an diesem Tag aufgrund einer Absenz eines Kollegen 3 Monate vorgezogen! Was passiert? Für den aktuellen Monat werden ihr die 4 Stunden als vergütbare Mehrarbeit (obwohl lediglich eine Verlegung vorliegt!) in der Mehrarbeitsabrechnung von Untis ausgewiesen. In dem Monat des Freudentages stehen zwar 3 Minusstunden, die aber nicht als Gehaltsminderung erfasst werden können.
Fazit: Wir scheinen neben Untis eine zweite Buchführung einführen müssen, um eine für die Kollegen und auch für das Land NRW korrekte Mehrarbeitsabrechnung zu haben. Ich habe schon einmal mit dem Landesrechnungshof in einer Überprüfung der Mehrarbeitsabrechnung zusammen gesessen und das sind genau die Fälle, die überprüft werden.
Lt. Support ist das so und lässt sich nicht ändern bzw. korrigieren! Vielleicht ist das aber auch nur ein NRW Problem!

u.hoepfner
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Re: Verlegungen und Mehr- und Minderarbeitserfassung

Beitrag von u.hoepfner » 8. April 2019, 13:01

Bei uns (Brandenburg) wird Mehrarbeit auf Monatsbasis abgerechnet, das als Voraussetzung.
Davon ausgehend, erscheint mir die Art und Weise der Handhabung in UNTIS richtig.
Wenn die Lehrkraft in einem Monat 4 Std MA hat, und ihm nun zwei Stunden in den nächsten Monat (oder auch noch weiter weg) geschoben werden, hat er in diesem Monat zwei Stunden weniger gearbeitet, also nur noch zwei MA. Ob ich das gerecht finde oder nicht, ist egal, solange die Verordnungslage so ist.
Unsere Mehrarbeitsabrechnung erfolgt auf Basis der Zahlen von UNTIS, muss aber interpretiert und geprüft werden, nur die Merarbeitsabrechnung aus UNTIS allein geht nicht bei uns (das tut es wohl mit der UPIS-Version in Österreich, dort wird wohl diese Abrechnung unmittelbar mit den Daten aus UNTIS gemacht).
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

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