Optimierung Stundenplan Berufsschulen

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Seegerer
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Optimierung Stundenplan Berufsschulen

Beitrag von Seegerer » 24. April 2005, 19:33

Wer hat Erfahrungen mit der Optimierung?

Rahmenbedingunen: Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule
ca. 100 Klassen, 80 Lehrer
95% Blockunterricht, wobei nicht alle Blockphasen der Klassen gleich sind
Rest Tages- bzw. Wochenunterricht

u.hoepfner
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Beitrag von u.hoepfner » 26. April 2005, 12:11

Wir!

88 Klassen einschl. Kursunterricht gymnasiale Oberstufe 11-13, Vollzeitunterricht (Berufsfachschule), 2-Tages-Beschulung Berufsschule und Turnusbeschulung Berufsschule (in drei verschiedenen Turni, deren Rythmen unregelmäßig sind). Zusätzlich haben wir A- und B-Wochen für Fächer mit ungeraden Stundenzahlen (3 Stundenfach in der A-Woche 2 und in der B-Woche 4 Stunden wegen Dopelstunden). 74 LehrerInnen. Und das sind nur zwei von fünf Abteilungen!
Zusammenfassung: es funktioniert!
Die Zeitaufteilung der Turnusklassen haben wir z.Z. über Unterrichtsgruppen und Unterbrechungen gemacht, ab nächsten Jahr werde ich dafür nur noch Unterbrechungen nutzen, die Unterrichtsgruppen dann nur noch für die A- und B-Wochen-Unterrichte.
Wir nutzen intensiv den Mehrwochenplan mit der Periodenplanung.
Alles ist abhängig von den Eingaben, insbesondere Zeitwünschen und Gewichtungen. Damit muß man sich sehr intensiv beschäftigen, so spart man Zeit beim Nachbearbeiten.

mfG
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

rschschule
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Optimierung

Beitrag von rschschule » 13. September 2007, 20:34

Hallo,
wir haben ca. 90 Klassen, Teilzeit, Vollzeit und Blockunterricht und 100 Lehrer. Die Optimierung funktioniert. Es erfordert allerdings eine sorgfältige Eingabe aller Parameter.
Reiner Schneider
BBS Wissen

Johann Dilger
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Optimierung

Beitrag von Johann Dilger » 3. November 2007, 20:31

Sehr geehrte Damen und Herren,
auch ich arbeite in dem relativ komplexen einer Berufsschule und einer Berufsfachschule mit einer Außenstelle (8 Tagesklassen, 72 Blockklassen, 62 Lehrer etc.).
Das Stundenplanprogramm und den Vertretungsplan nutze ich schon seit vielen Jahren ganz intensiv - lediglich von der Optimierung habe ich immer wieder Abstand genommen. Nach einigen intensiven Versuchen, bin ich daran immer wieder gescheitert, weil mir einfach der enorme Aufwand zur Eingabe aller notwendigen Randbedingungen die Ergebnisse nicht zu rechtfertigen schien. Dennoch möchte ich nochmal einen Anlauf wagen. Dazu sind mir sicherlich einige Tipps von Ihnen als erfahrene Optimierer hilfreich.
Worauf achten Sie besonders? Welche Gewichtungen geben Sie ein? Welches Optimierungsverfahren benutzen Sie? Wie hoch ist der Prozentsatz der letztlich nicht verplanten Stunden?
Für jede Ihrer Antworten bedanke ich mich schon jetzt sehr herzlich!

Johann Dilger
Berufsschule I, Straubing

u.hoepfner
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Beitrag von u.hoepfner » 4. November 2007, 18:16

Hallo,

m.E. zahlt sich der Aufwand spätestens ab dem zweiten Jahr aus.
Wichtig sind Zeitwünsche, Begrenzungen (von-bis) und Unterrichtsgruppen. Dann die Räume (Ausweichräume-Ketten).
Wa die Optimierung angeht: Früher dachte ich, viel hilft viel (also die D-Variante mit Start bei 30%), hab mich aber von den Entwicklern belehren lassen. Die B-Variante tuts auch. Bei der Gewichtung beachte man die Tipps in den Handbüchern, 5 nur wenns unbedingt sein muß, die Gewichtungen von 1 bis 4 sollten wohl einer Gußschen Kurve ähneln. Das tuts bei uns nicht, geht aber trotzdem. Triviale Erkenntnis: je mehr man das Programm einschränkt, desto mehr Probleme treten auf. Wir fahren immer erst mal mehrere Tests mit der A-Optimierung, um offensichtliche Fehler und Probleme zu erkennen.
Unverplante Stunden bleiben übrig, weil Räume fehlen oder aber die "Zeitwünsche" der Lehrkräfte uns einen Strich durch die Rechnung machen. Von ca 2200 Stunden bleiben so zwischen 80 und 130 unverplant, und dass sind fast immer Kurse, Sport (wg. zu wenig Hallenzeiten), Informatik (zuwenig Räume) und Kopplungen in denen die Küche auftaucht. Dafür kann UNTIS nichts :wink:
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
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Strausberg/Brandenburg/Deutschland

Johann Dilger
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Optimierung

Beitrag von Johann Dilger » 4. November 2007, 20:34

Sehr geehrter Herr Höpfner,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich werde mich wieder einmal bemühen :wink:
Die Zeitwünsche für die Lehrer sind m.E. das Hauptproblem. Unsere Lehrer sollen im Jahresschnitt 2 Nachmittage je Woche frei haben. In der Regel sind unsere Lehrer von Woche zu Woche aber sehr unterschiedlich belastet. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Lehrer in einer Woche 4 Nachmittage unterrichten muss und in der Folgewoche aber nur 1 Nachmittag.
Die unbestimmten Sperrungen helfen mir aber nicht weiter und engen das System zu sehr ein...

J. Dilger

u.hoepfner
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Beitrag von u.hoepfner » 4. November 2007, 22:19

Hallo,

wenn die Lehrkräfte unterschiedliche Einsätze in den Wochen haben (also z.B. mal 18 Stunden, dann 26, dann wieder 20 u.s.w. :?: ), sehe ich so aus der Ferne da gar nicht das große Problem. Dabei ergibt sich automatisch eine unterschiedliche Verteilung der Nachmittagsunterrichte, vielleicht lässt sich auch über Fachfolgen und Zeitwünsche von Klassen einiges steuern. Ich schlage vor, mit den unbestimmten Zeitwünschen anzufangen und zu sehen, was dabei herauskommt. Wenn dann ein halbwegs brauchbarer Plan herausgekommen ist, könnte man mit der Periodenplanung die Schwerpunkte je Lehrer flexibel verschieben und sogar die Perioden unabhängig neu rechnen lassen. Mut zur Lücke... :wink:
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

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