Neues Diskussionsforen für Schulleiter/innen eröffnen ?!

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musikus
Beiträge: 4
Registriert: 21. Juli 2007, 00:41

Neues Diskussionsforen für Schulleiter/innen eröffnen ?!

Beitrag von musikus » 27. Juli 2007, 22:19

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

was haltet Ihr von der Gründung eines neuen "Community Off-Topic"
Forum, wo es hier weniger um technischer Fragen zu gp-Untis geht, sondern um allgemeine Schulleiterfragen?
Ich fände den Platz hier für sehr geeignet, da sich doch viele Schulleitungen hier versammeln.

Ich mache einfach mal den Anfang.

Während ich gerade mit dem Stundenplan planen beschäftigt bin, kommt eine Kollegin (Deputat 20 Stunden) mit der Frauenbeauftragten und stellt folgende Forderung:
Ich als alleinerziehende Mutter (Kind 9 Jahre) bräuchte den Montag frei, da ich mich vom Wochenende erholen muss.
Als ich dann schon einwenig süffisant lächeln musste wurde mir dann vehement entgegnet, dass eine Frau am Wochenende waschen, bügeln und den Haushalt führen müsste und das all dies als alleinerziehend sehr viel Kraft erfordert.

Da ich als beruflicher Quereinsteiger noch nicht sehr lange in dem Amt bin, war ich über solche, wie ich finde dreiste Anforderungen sehr schockiert.

Wie geht Ihr mit solchen Situationen um?
Wie viel Rechte haben/muss man den alleinerziehenden Müttern zugestehen?
In der Industrie wäre so eine Forderung nie denkbar gewesen?

Falls ich hier „Off-Topic“ bin, wäre ich um einen Link für ein geeignetes Forum dankbar.

Vielen Dank
musikus

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mpr
Beiträge: 2479
Registriert: 24. September 2002, 22:40

Re: Neues Diskussionsforen für Schulleiter/innen eröffnen ?!

Beitrag von mpr » 30. Juli 2007, 08:54

Wenn Bedarf besteht, richten wir gerne ein eigenes Forum für allgemeine Schulleiterfragen ein.
Martin Rösel

Matthias
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Beitrag von Matthias » 3. August 2007, 21:13

Ich finde die Idee im Grunde gut; denn manche technischen Probleme im Bereich der Stundenplanerstellung resultieren aus Forderungen, Neuerungen, die von verschiedenen Seiten auf den Stundenplanverantwortlichen einprallen.
Vielleicht wäre aber für solche Themen ein passwortgeschützter Zugang (auch fürs Lesen) sinnvoll, weil möglicherweise einige Interna, die dann zur Sprache kommen, sonst für jedermann einsehbar sind.

Nun, zu ihrer Frage:
Ich denke auch so wie Sie: Ich halte die Forderung dieser alleinerziehenden Kollegin für überzogen. Aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit eines kleinen Entgegenkommens, nach dem Motto: Ihre Vorstellung lässt sich so nicht verwirklichen, denn dann hat ein anderer Kollege einen vollgepackten Montag, aber ich kann versuchen, die ersten beiden Stunden freizuhalten.

Es geht ja auch darum, die Motivation der Kollegin für die Schule zu erhalten.
Ich war zu Beginn meiner Tätigkeit auch unsicher, wie man darauf reagieren soll, vor allem wenn die Kollegen viel älter waren. Aber es ist ja immer so, dass man im Umgang mit Menschen, vor allem mit denen man zusammenarbeiten muss, durch sachliche zumindest anteilnehmend Gespräche mehr erreichen bzw. die Situation noch retten kann als wenn man stets, ohne Anhören und Würdigung der spezifischen Motive des Kollegen, kategorisch ablehnt.

Es gibt sicherlich in jedem Kollegium einen kleinen Prozentsatz an Lehrern, die Dienst nach Vorschrift machen oder nur das Beste für sich herausholen wollen. Aber anderen Kollegen, die belastet sind, die sich stark engagieren, kann man hin und wieder durch ein kleines "Zuckerl" im Stundenplan zeigen, dass ihr Einsatz bemerkt und gewürdigt wird.
Mit der Zeit kennt man seine Pappenheimer und daher rate ich zu differenzierter Reaktion.

Thomas Erhard

u.hoepfner
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Beitrag von u.hoepfner » 10. August 2007, 16:10

Hallo,

gibt Ihr Schulgesetz der Lehrerkonferenz den Auftrag, Grundsätze zur Stundenplanung fest zulegen? Wenn ja, vielleicht dort das Thema diskutieren lassen und einen Beschluss herbeiführen. Wenn eine/r ein "Zückerchen" möchte, muß er/sie wissen/lernen, dass das häufig zu Lasten anderer geht. Soll doch die Konferenz entscheiden! Dann haben sich die Betroffenen mit dem Problem auseinandergesetzt und der Planer hat nicht mehr den schwarzen Peter. Außerdem müssen sich die Lehrkräfte über die Planung Gedanken machen und erkennen, dass sie mal über den eigenen Tellerrand schauen müssen.

Inwieweit das Ansinnen der Kollegin "überzogen" ist, sei mal dahingestellt. Da hat jeder/jede wohl seine eigene Wahrnehmung. Außerdem glaube ich, dass der Vergleich mit einem Betrieb " da draußen" problematisch ist, weil eine Schule m.E. kein Betrieb ist und auch nicht wie einer geführt werden kann/sollte. Auch ist die Situation von Alleinerziehenden teilweise sicherlich problematisch, auch haben wir Beispiele von Kolleginnen, deren Lebensgefährte im Schichtdienst arbeiten, der Kindergarten nicht richtig funktioniert und Oma/Opa auch nicht immer da sind, wenn man sie braucht. Um all diese Probleme mit zu berücksichtigen, hilft nur (wenigstens meiner unmaßgeblichen Meinung nach) mit den Beteiligten zu reden, sie einzubeziehen und irgendeinen Konsens zu finden.
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

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