Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

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Sabine Antol
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Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

Beitrag von Sabine Antol » 25. August 2019, 22:42

Hallo,
darf die Schulleitung stillschweigend voraussetzen, dass die Kollegen WebUntis auf ihren privaten Geräten zu Hause benutzen?
Oder muss nicht eigentlich sowas wie ein Diensthandy angeschafft werden?
Die Streitfrage bei uns ist, ob ein Kollege, der erst 13.00 Uhr Unterrichtsbeginn hat, schon um 7.00 Uhr zu Hause ins Webuntis gucken muss, um eventuelle Vertretungen vor 13.00 Uhr zu erfahren.
Ich bin der Meinung nein, in solchen Fällen bedarf es m.E. immer noch einer persönlichen Kontaktaufnahme und sollte sowieso nur in dringenden Notfällen passieren.
Andere Frage ist das führen des elektronischen Klassenbuches. Bedarf es dafür einen Beschluss der Gesamtkonferenz oder sogar Schulkonferenz?
Müssen ind er schule dafür ausreichend Geräte zur Verfügung gestellt werden? Ja oder?
Danke

axelrumkorf
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Re: Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

Beitrag von axelrumkorf » 26. August 2019, 06:49

Hallo Sabine,

ich kann hier nur meine Meinung äußern. Ich weiß, dass das auch bei uns von Kolleg*innen anders gesehen wird.

Toll wäre natürlich, wenn jeder Lehrer ein Diensthandy oder besser noch Tablet hätte. Darauf müssten wir aber wahrscheinlich noch 10 Jahre warten, weil das Geld dafür nicht da ist. Ob ein Kollege eines anschaffen muss? Nein, sicherlich nicht. WebUntis funktioniert ja auch bestens auf dem PC. Muss ein Kollege einen PC anschaffen? Ich denke, heute muss ein Lehrer einen PC besitzen. Diesen muss er in der Regel selbst bezahlen und kann ihn steuerlich absetzen.
Zur Vertretung: Wie ist es denn bisher bei euch geregelt? Wir haben Vertretungsbereitschaften, die diese "Kann-Stunden" fest im Stundenplan haben und somit wissen, dass sie kurzfristig eingesetzt werden könnten. Alle anderen Kolleg*innen müssen sich um 15:30 Uhr informieren, ob sie für den nächsten Tag eine Vertretung haben.
Man könnte als Alternative ja auch einen Vertretungsplan um 15:30 Uhr ins Lehrerzimmer hängen oder beim Vertretungsplaner einsehbar machen (in Zettelfom). Ich glaube, dann würden sich viele schnell für WebUntis entscheiden ;-)
Eine persönliche Kontaktaufnahme hängt von der Größe der Schule ab. Bei uns mit ca. 110 Lehrern hat die Vertretungsplanung so viel zu tun, dass eine Kontaktaufnahme eine unverhältnismäßige Belastung darstellen würde (meine Meinung).
Das elektronische Klassenbuch ist nach meiner Einschätzung kein pädagogisches Mittel sondern gehört eher in den Verwaltungsbereich und bedarf daher keiner Legitimation der Gesamtkonferenz. Hängt natürlich davon ab, wie weit man WebUntis einsetzt. Wenn es auch als Kommunikationsmittel genutzt wird, sieht die Sache ggf. anders aus.
Und zur letzten Frage: Ja, in den Klassenräumen sollten Eingabegeräte vorhanden sein.

Gruß
Axel Rumkorf
Mariengymnasium Jever

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cniehaus
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Re: Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

Beitrag von cniehaus » 26. August 2019, 16:02

Sabine Antol hat geschrieben:
25. August 2019, 22:42
Die Streitfrage bei uns ist, ob ein Kollege, der erst 13.00 Uhr Unterrichtsbeginn hat, schon um 7.00 Uhr zu Hause ins Webuntis gucken muss, um
Wir machen das folgendermaßen:

Wir haben festgelegt, dass jeder Kollege bis 18.00 Uhr nachschauen muss. Alles nach 18.00 Uhr wird bekanntgegegebn (je nach Kollegen auf Papier, per Email oder wie auch immer).

In dem konkreten Fall würde ich, auch als moderner Kollege, sagen: 7 Uhr für 13 Uhr wäre ich gegen.

Alles,was ich morgens regle, wird auch per Zettel oder Telefon vom Sekretariat bekanntgegeben. Wir haben da so kleine bunte Zettel als Vorlage, die kann gerne als PM vorbeischicken.

Die Realität ist aber: 80% der Kollegen gucken eh im Handy nach, aber sicher ist sicher.
Gruß
Carsten Niehaus
KGS Rastede

kroerig
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Re: Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

Beitrag von kroerig » 25. September 2019, 17:29

Hallo zusammen,

ich meine mich erinnern zu können, dass (insb. für Beamte) ausschließlich die Papierform bindend ist und man von diesen nicht verlangen kann private Geräte dienstlich zu nutzen. Bei angestellen Lehrern sieht das wohl anders aus.

Daher liegen in der Schule die Pläne in Papierform vor und auch der Vetretungsplan wird immer in Papierform im Lehrerzimmer ausgehangen (neben den Monitor mit WebUntis). Es gibt wohl auch Lehrer, die sich weigern auf den Monitor zu schauen und die Web bzw. App-Version zu nutzen.
Angeblich sind die damit im Recht.

Natürlich nutzen die meisten die App auf ihrem Smartphone, aber zwingen kann man sie wohl nicht.
IT-Service Klaus Rörig
IT Dienstleistungen im Bergischen Land

quiclic
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Re: Webuntis auf privaten Geräten der Lehrer

Beitrag von quiclic » 25. September 2019, 18:39

Idioten gibt es natürlich überall. Ich denke, man kann verlangen, dass sie dienstlich zur Verfügung gestellte PCs auch benutzen. Versetzungen, Änderungen des Deputats und Pensionierungsantrag gehen in BW nur noch am PC. Mal sehen, wann einer dagegen klagt...
Marc Fehrenbacher, Feintechnikschule, Baden-Württemberg

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