Nachträgliche Änderungen

Benützen Sie dieses Forum für Fragen zum Standardpaket von Untis bzw. zur Stundenplanung.

Please feel free to post in english language in any Forum
Antworten
sprwnrc03
Beiträge: 9
Registriert: 2. September 2003, 21:58

Nachträgliche Änderungen

Beitrag von sprwnrc03 » 7. September 2004, 21:47

Wir haben einen Stundenplan, an dem bereits manuell zahlreiche Änderungen vorgenommen wurden (mit Hilfe des Planungsdialogs). Jetzt hat sich im Nachhinein ergeben, dass in einem Fach wo ursprünglich Doppelstunden vorgesehen waren, Einzelstunden stattfinden müssen. Damit dies möglich ist, müssen aber auch Stunden anderer Fächer verschoben werden. Durch einfachen Tausch bzw. auch durch Tauschketten war es nicht möglich, dies einzuplanen. Gibt es eine Möglichkeit, die Optimierung nur für den oben geschilderten Stundenwunsch durchzuführen, ohne alle manuell durchgeführten Änderungen zu verlieren?
Der Stundenplan sollte also im Wesentlichen so bleiben wie er ist, es sollen nur die unbedingt notwendigen Änderungen für die Zerlegung der Doppelstunden in Einzelstunden vorgenommen werden.

AD
Untis GmbH
Beiträge: 429
Registriert: 3. Oktober 2002, 12:45
Wohnort: Gruber&Petters

Beitrag von AD » 8. September 2004, 11:16

Sie haben mehrere Möglichkeiten:
a) Rufen Sie die Optimierung auf und haken Sie im "Vordialog" (Steuerdaten...) die Option "Plan bedingt fixieren" an. Dadurch entfällt der Setzlauf der Optimierung und der neue Plan sollte dem Ausgangsplan sehr ähnlich werden.

b) Öffnen Sie den Planungsdialog und rufen Sie die Optimierung über die Schaltfläche des Planungsdialogs auf. In diesem Dialog können Sie auch "bevorzugte Bereiche" angeben.

MfG

Andreas Domnanovich/Gruber&Petters

Lay
Beiträge: 83
Registriert: 9. Oktober 2002, 18:30

von Lay

Beitrag von Lay » 8. September 2004, 18:42

führt leider bei mir immer zu viel schlechteren Plänen, da meistens die händisch gesetzten Stunden trotz bedingter Fixierung wieder herausgenommen werden und i.d.R. massenhaft neue nicht verplante Stunden geradezu produziert werden.
(Hr. Dr. D: Das ist das alte Problem, das ich ansprach: Warum findet UNTIS nicht den von mir gesetzten besseren Plan von allein- schicke bald die Datei)
Frage, die alle interessieren dürfte: Optimiert man vom Planungsdialog aus, werden dann die Grundeinstellungen für die Optimierung übernommen, also "bedingt fixieren" und auch "Ähnlichkeit" ?

sprwnrc03
Beiträge: 9
Registriert: 2. September 2003, 21:58

Beitrag von sprwnrc03 » 8. September 2004, 20:11

Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass bei neuerlichen Optimierungen Untis die vorher mühsam gesuchten manuellen Verbesserungen großteils wieder rückgängig macht und generell viel zu viele Veränderungen durchführt. Es sollte daher entweder eine Möglichkeit geben, nicht nur 2er und 3er-Täusche sondern auch komplexere vom Programm vorschlagen zu lassen (eben die, die man sonst selbst suchen muss) oder die durchzuführenden Änderungen sollten Schritt für Schritt bestätigt werden müssen. Das bedingte Fixieren bringt eigentlich nichts, es führt nur zu einer gewissen Ähnlichkeit mit dem Vorplan, aber trotzdem ist nach der Optimierung wieder alles anders.

H. Harren
Beiträge: 150
Registriert: 1. Oktober 2002, 22:31

Beitrag von H. Harren » 9. September 2004, 18:31

Ich denke, dass es hierbei um die Grundphilosophie geht. Lässt man Untis arbeiten oder arbeitet man selber.
Eine Hilfe könnte die Totaldiagnose sein. Hier sollte angezeigt werden, warum die händisch gesetzte Stunde von Untis für schlecht gehalten wird. Dann muss man die Gewichtung oder die Einstellungen bei allen Beteilgten so anpassen, dass auch untis das gut findet.
Wenn ich die Einstellungen dann verändert habe, so lasse ich alles (!) neu rechnen und arbeite mich weiter durch die Einstellungen. Finde ich eine eindeutig bessere Lösung als Untis, so halte ich die Einstellungen für schlecht oder fehlerhaft.
Bei den heutigen schnellen Rechnern mit großem Speicher muss man weg von der Arbeit mit dem Planungsdialog und hin zum Arbeiten des Rechners kommen. Ich muss mit den Einstellungen und Parametern spielen und Untis muss die Arbeit machen. Was interessiert mich die Lage einzelner Stunden wenn die Diagnose nichts beanstandet.

H. Harren

PS: Das ist der Wuschtraum!

Lay
Beiträge: 83
Registriert: 9. Oktober 2002, 18:30

Lay . Re

Beitrag von Lay » 9. September 2004, 20:29

... es ist in der Tat ein Problem der Philosphie: Ich habe bisher immer, nachdem bis zu 40 unverplante Stunden verblieben sind, mit der Hand rumgewütet und wochenlang - viel länger als früher mit den Klötzchen - gesessen und aus dem Provisorium von UNTIS einen "guten" Plan gemacht. Einmal Optimieren brachte danach aber wieder 100 nicht verplante Stunden.
Diesmal bin ich einen anderen Weg gegangen: Zuerst alle Gewichtungen ganz hoch setzen, dann rechnen. Es ergeben sich z.B. 120 nicht verplante Stunden. Nun werden die bedueutenden Gewichtungen wie Lehrerhohlstunden, Doppelstundeneinhaltung und Fächerlage bei Hauptfächern stufenweise nach jedem Rechnen solange herunter gesetzt, bis 0 nicht veplante Stunden heraus kommen.
Aber der Plan war mit Problem übersät, wie z.B. sehr häufig mehrmals Fach zweimal pro Tag oder mehrmals 5 Hohlstunden für Lehrer sowie Klassenhohlstunden, die es ja in gar keinem Plan geben darf, wenn man von Einzelfällen in der Oberstufe absehen will.
Dann muss man händisch optimieren - wobei am besten die Gewichtungen eingestellt bleiben, denn die Tauschvorschläge scheinen mit diesen Gewichtungen zu arbeiten.
Ich habe übrigens schon mal vorgeschlagen, Tauschvorschläge bis zu 7 Stufen machen zu lassen, was ja bei dem vorhandenen Algorithmus nicht schwer sein dürfte, einfach auf den Bildschirm zu bringen.
Übrigens: Weil ich die Unterrichtsverteilung nicht selbst mache, sondern von meinen 5 Kolllegen übernehme, achten diese mangels Umgangserfahrung mit Stundenplanerstellung überhaupt nicht auf notwendige Regeln für gute Unterrichtsverteilungen. Dann muss man damit rechnen, dass es schwer wird. Aber eben dafür wollte ich UNTIS.
Und wenn sich dann bei der Stundenplanerstellung Fehler in der Unterrichtsverteilung herausstellen, nachdem man schon ein paar Änderungen per Hand gemacht hat, dann ist weitere händische ARbeit angesagt. Meine Erfahrung zeigt in diesem Fall: Finger weg von der automatischen Optimierung.

Zur Gewichtung noch einen Tipp: Es gibt in einem mir jetzt nicht gegewärtigen Handbuch gute Tipps für die Gewichtungseinstellungen, wobei sich auch Grafiken befinden, wie im Prinzip die Gewichtungen der Programmphilosophie folgend eingestellt werden sollten.
Ich habe mir eine EXCEL-Datei angefertigt, in die ich die eingestellten Gewichtungen eingebe. Diese errechnet dann die Einstellungsfolge und gibt grafisch aus, wie die Folge aussieht. Dann müsste man bei guter Einstellung eine immer niedriger werdende Balkenreihe erhalten. Jede "Welle" ist schädlich für den Algorithmus, nach dem UNTIS rechnet.
Ich habe das auch schon an Gruber& Petters geschickt. Aber - wie das so ist - man kann ja nicht alles gleich umsetzen und weiterverwenden
Wer Interesse hat, dem kann ich die Datei mal schicken. (wenn mein Plan fertig ist !!)

Grüße und vielleicht beteiligen sich noch mehr an dieser Runde.
Man könnte ein Spezialthema draus machen.

Also dann bis zum nächsten Mal

Lay
Beiträge: 83
Registriert: 9. Oktober 2002, 18:30

noch eine Ergänzung

Beitrag von Lay » 9. September 2004, 20:36

da fällt mir auf, dass sehr oft Tauschvorschläge angezeigt werden, die sehr hohe Pluswerte haben, aber meines Erachtens in der Summe negativ sein müssten, z.B. weil Lösungen mit "Fach zweimal am Tag" dabei sind oder weil dabei einem Lehrer eine zu hohe Hohlstundenzahl beschert wird. Dies halte ich für ein wesentliches Indiz dafür, dass der Optimerungsalgorithmus nicht immer die richtige (praxisgerechte) Bewertung der Stunden ermittelt und dann natürlich auch schlechte Lösungen setzt.

Also, vielleicht hilft das weiter.

AD
Untis GmbH
Beiträge: 429
Registriert: 3. Oktober 2002, 12:45
Wohnort: Gruber&Petters

Beitrag von AD » 10. September 2004, 13:45

Ich stimme in dieser Frage Herrn Harren zu: Grundlage der neuerlichen Optimierung sind immer Ihre Gewichtungseinstellungen. Stimmt das Resultat nicht, so ist wohl auch etwas an diesen Einstellungen falsch.

Zur aufgetauchten Frage, ob die Optimierung aus dem Planungsdialog auch die Einstellungen des Optimierungs-Vordialogs (Steuerdaten...) übernimmt: die Antwort lautet nein. Bei der Optimierung aus dem Planunsdialog wird der Plan immer bedingt fixiert und nur eine "kleine" Optimierung gestartet.

Andreas Domnanovich/Gruber&Petters

H. Harren
Beiträge: 150
Registriert: 1. Oktober 2002, 22:31

Beitrag von H. Harren » 10. September 2004, 18:39

Das Problem nicht verplanter Stunden ist natürlich das absolut entscheidende bei Bau eines Planes. Wenn der Stundenplaner per hand einen vollständigen Plan (ohne die ganz schlimmen Sachen) findet und UNTIS hatte diesen Plan nicht gefunden (bei gleichen Einstellungen), dann ist das ein grober Fehler von Untis.
Meine Erwartung dazu ist (und das habe ich Gruber und petters schon mal mitgeteilt) resultiert in folgenden Wünschen:
UNTIS muss viel länger suchen. Man verfolgt immer noch den Stand von 383-Rechnern: ein Plan ist gut. Ich erwarte, dass ich Untis am Abend starte und am morgen wird noch gerchnet. Noch besser: Am Freitag wird gestartet und bis Montag wird gerechnet, am besten verteilt im ganzen Schulnetz auf jedem Rechner. Vorgelegt werden dann eine Vielzahl von Plänen, welche ich mit meiner Gewichtungseinstellung vergleichen kann. Den besten nehme ich dann. Bei Verplanung Typ D kommt es doch vor, dass zwischenzeitlich Varianten mit allen Stunden verplant vorkommen, diese aber relativ schlecht bewertzet werden. Manchmal findet Untis später wieder Pläne mit allen Stunden verplant, manchmal aber auch nicht. Dann müsste zurückgegangen werden.
UNTIS sollte viel stärker auf das ausgebaut werden, was seine Stärke ist: automatisches Planrechnen. Das update auf 2005 war doch eigentlich ein Rückschritt in Richtung Stecktafel: ich kann jetzt auch in den Plänen händisch verschieben. Toll. Das konnten kostenlose Programme schon immer.
Untis sollte an die Rechner der jetzigen Generation angepasst werden: 3 GHz mit viel Speicher und schneller Festplatte. Und dann wird so lange gerechnet und variiert, bis auf jeden Fall ein vollständiger Plan vorliegt.
MfG
H. Harren

Hannes Ernst
Beiträge: 375
Registriert: 29. Januar 2003, 15:50
Wohnort: Luzern

Beitrag von Hannes Ernst » 11. September 2004, 17:10

Bei meinen Optimierungen werden normalerweise alle Stunden verplant. Wenn nicht, habe ich einen Eingabefehler gemacht oder sämtliche Gewichtungen auf den Höchstwert gesetzt.
Ich denke, bei unausgewogenen Gewichtungen bringt auch eine Woche Rechnerei keine wirklich guten Pläne.

Unsere Schule hat übrigens 36 Klassen, absolut keinen Raumüberfluss und diverse sehr komplizierte Kopplungen.
HE

sprwnrc03
Beiträge: 9
Registriert: 2. September 2003, 21:58

Beitrag von sprwnrc03 » 13. September 2004, 15:13

Ich schließe mich teilweise Herrn Harren an. Es wäre sehr schön wenn Untis evtl. mehrere Stundenplanvarianten rechnen würde und man sich dann die beste aussuchen könnte, auch evtl. mit dem Nachteil, dass dir Rechenzeit sehr lange wird, aber wie oben schon gesagt kann man den Computer ja über Nacht rechnen lassen.
Noch wichtiger würden mir komplexere Tauschvorschläge erscheinen. Untis sucht ja nur relativ einfache 2er und 3er Täusche. Es kann nicht sein, dass Untis sehr oft überhaupt keinen Tauschvorschlag anzubieten hat, man manuell dann aber doch was findet (evtl. eben "über mehrere Ecken"). Solche komplexen Tauschvorschläge hätten den Vorteil, dass der Anwender entscheiden kann, ob und welchen Tauschvorschlag er annimmt und dass er alle sich daraus ergebenden Veränderungen vorab beurteilen kann. Sowas dürfte doch programmiertechnisch kein Problem sein, schließlich ist ja die Tauschoptimierung eines der Herzstücke von Untis, wie immer wieder gesagt wird.

WS

u.hoepfner
Beiträge: 487
Registriert: 27. September 2002, 13:22
Wohnort: Strausberg
Kontaktdaten:

Beitrag von u.hoepfner » 14. September 2004, 13:41

Hallo,

das Stunden nicht verplant werden, liegt in erster Linie (nach unseren Erfahrungen) an zwei Dingen: falsche oder unzweckmäßige Eingaben/Bedingungen/Gewichtungen und fehlende Ressourcen (vor allen Dingen Räume). Wir bauen mit UNTIS einen recht komplexen Plan mit 70 Lehrern, 90 Klassen und einem Mix aus Vollzeit-, 2-Tages-, und Turnusbeschulung (in drei verschiedenen Varianten) einschl. Kursplanung gymnasiale Oberstufe (so ca. 2500 zu verplanende Stunden). Auf einem 3 GH PC dauerte die Optimierung bei 30% beginnend (D-Verplanung mit 10% Steigerung und 20 Plänen je Serie bei 9 Optimierungsschritten) sage und schreibe 52 Stunden. Am Ende waren rund 40 Stunden nicht verplant, 6 davon aufgrund falscher Eingaben, der Rest aufgrund nicht verfügbarer Fachräume.
Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Banale Erkenntnis: Wenn die Ausgangsdaten nicht stimmig sind, taugt das Endergebnis nur wenig oder gar nichts.
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

H. Harren
Beiträge: 150
Registriert: 1. Oktober 2002, 22:31

Beitrag von H. Harren » 14. September 2004, 14:41

Der letzte Beitrag zeigt meiner Ansicht nach das Strategieproblem.
Ich lasse rechnen, analysiere dann die Bedingungen und lasse dann neu rechenen. Wenn wie bei Herrn Hoepfner die Räume nicht reichen, dann setzte ich passende Unterrichte in Dummy-Räume. Echte Fehler werden natürlich korrigiert. Und dann wird alles (!) von Grund auf neu gerechnet. Damit sollten Mängel, die durch Fehler entstehen, gar nicht wieder auftreten. Wenn Untis nicht mehr versucht, die Fehler zu beheben, so sollte es erstens schneller und zweitens besser gehen. Ich verteile anschließend nur noch die Stunden aus den Dummy-Räumen.
52 Stunden sind natürlich heftig. Ich lasse erst die einfacheren und damit schnelleren Varianten laufen und versuche dort, die Fehler zu finden, insbesonderer wenn schon zu Anfang Stunden nicht verplant werden.
Die Schrittweite 30 + 7x10 ist bei mir nicht sehr gut. +10 ist zu kleinschrittig. Ich bevorzuge 40 + 4x15 oder 40 + 3x20. Bei zu kleiner Schrittweite scheint UNTIS das "ganzheitliche" zu verlieren und rechnet sich in Details fest. Dabei werden die Pläne aber "bedingt fixiert". Sonst gehen gefundene Lösungen wieder verloren.

Mein Wunsch geht z.B. in die Richtung, dass UNTIS solche Staffeln 30+7x10 bis 50 +2x25 mit den verschiedenen Ähnlichkeiten automatisch am Wochenden durchrechnet und am montag diverse Varianten abliefert und nicht nur eine. (Bei 52 Stunden bringt dass zugegebenermaßen natürlich nicht viel).

MfG
H. Harren

Antworten